Das Schloss Neuschwanstein in Bayern wurde unter der Herrschaft von König Ludwig II. erbaut. Der architektonische Entwurf dieses Schlosses stammt hauptsächlich von Eduard Riedel, einem damals noch relativ unbekannten Architekten. Riedel ließ sich bei seinem Entwurf von verschiedenen architektonischen Stilen inspirieren, darunter Romanik und Gotik, sowie von den Opern Richard Wagners, den König Ludwig II. sehr bewunderte. Das Design des Schlosses sollte an die romantischen Ideale des Rittertums und der mittelalterlichen Überlieferungen erinnern.
Während Eduard Riedel für die architektonische Gestaltung des Schlosses Neuschwanstein verantwortlich war, trugen mehrere andere Arbeiter und Architekten zu dessen Statur bei. Georg von Dollmann war eine dieser bemerkenswerten Persönlichkeiten, die nach Riedels Ausscheiden aus dem Projekt im Jahr 1884 die Zügel in die Hand nahm. Auch nach dem Ableben Ludwigs II. blieb das Schloss unvollendet. Mehrere Zimmer, wie die große Kapelle, wurden nie realisiert.